Programm Schüttgut-Forum 2018

Die Agenda zum Schüttgutforum 2019 vom 19. - 20. November 2019 in Würzburg wird gerade erstellt. Sollten Sie Interesse haben ein Vortragsthema einzureichen, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Werfen Sie auch gerne einen Blick auf das Vortragsprogramm des Schüttgutforum 2018:

Donnerstag, 15. November 2018

09:00 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Ausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung
Referent: Dr. Jörg Kempf | PROCESS, Vogel Communications Group
10:15 Uhr
Keynote: Anlagenbau und Prozesskomponenten –
Ist der Technologie-Standort Deutschland in Gefahr? Wie gilt es, unsere Wettbewerbsvorteile langfristig zu sichern? Ist Digitalisierung das Allheilmittel?
Referent: Prof. Dr. Eberhard Schlücker  | Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen

Since Feb. 2018 Member of the EU-Academy of Science

Since 2012 Founder and Coordinator of the Masterstudy "International Projekt Managment"

Since 2010 Chairman of the EU Working Group fpr High Pressure Process Technology Full professor, head of the Institute of Process Machinery and Systems Engineering, University of Erlangen-Nuremberg

1997-2000: Authorized signatory, LEWA GmbH, Leonberg

1995-1997: Head of Department R&D, LEWA, Leonberg

1993: Ph.D. thesis 1989, Chemical Engineering, University Erlangen-Nuremberg

1978 - 1984: Engineer for research, at Lewa, Leonberg

1978: Ing. grad. Mechanical Engineering, Technical College Heilbronn

1974: Qualification as skilled worker in machinery

11:00 Uhr
Schüttgut 4.0: Intelligentes Energiemanagement mithilfe automatisierter Messdatenaufbereitung an einem Praxisbeispiel aus der Schüttgutindustrie mehr
In dem Vortrag sollen die Teilnehmer an einem praktischen Beispiel aus der Futtermittelindustrie (Wärmeenergiebedarf zur Herstellung von Futtermittelpellets) den Weg vom Erfassen verschiedener Messdaten, Verknüpfung mit Anlagenparametern bis zum Erkennen von Abhängigkeiten und den daraus resulierenden Optimierungen kennenlernen. Insbesondere das Konzentrieren auf die wichtigen Messdaten ist zu beachten, ansonsten erzeugt man nur "Datenfriedhöfe", die nicht mehr zu überschauen sind. Gerade für Produktionsverantwortliche ist daher die sinnvolle Aufbereitung unverzichtbar.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Erfassen-Analysieren-Abhängigkeiten definieren
  • Sinnvolles Messen, Filtern der wirklich wichtigen Daten, weniger ist hier mehr
Referent: Mathias Schröder | UNA-HAKRA Hanseatische Kraftfuttergesellschaft mbH

Nach dem Studium der Verfahrenstechnik an der TU Hamburg-Harburg war ich für 4 Jahre in einem Unternehmen für die Zusatzstoffherstellung für Tierernährung im Bereich neue Produkte und Verfahren beschäftigt. Seit 1999 bin ich für die UNA-HAKRA Hanseatische Kraffuttergesellschaft in Hamburg für die Produktion als Werksleiter und Prokurist verantwortlich.

11:35 Uhr
Pumpe 4.0: Von der Vision zur Praxis – Welche Vorteile bietet die intelligente, vernetzte Pumpe heute bereits? Wo geht die Reise hin? mehr
In diesem Vortrag wird aufgezeigt, welche Veränderungen und Weiterentwicklungen gegenwärtig im Bereich der Pumpentechnik stattfinden. Hierbei stehen zwei parallel verlaufende Entwicklungen im Fokus:
  • Massive Steigerung der Energieeffizienz von Pumpen und
  • Umfangreiche Weiterentwicklung der Funktionalität von Pumpen
Nachdem in den vergangenen Jahren die Anforderungen an die Effizienz von Pumpen seitens der EU immer weiter verschärft wurden, entwickelte die Pumpenindustrie in den letzten Jahren teilweise komplett neue, effizienzsteigernde Technologien.  Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Pumpen und Systeme des aktuellen Stands der Technik ermöglichen ein erhebliches Einsparpotenzial im Vergleich zu älteren Bestandspumpen. Um welches Potenzial handelt es sich konkret? Lohnt sich möglicherweise sogar der vorzeitige Austausch von Pumpen? Der Vortrag gibt Antworten.
Die derzeit am Markt verfügbare Pumpentechnologie unterscheidet sich jedoch nicht nur hinsichtlich der Effizienz deutlich von Ihren Vorgängern, sondern auch in Hinsicht auf die Funktionalität. Stichworte wie „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ sind auch in der Pumpentechnik angekommen. Selbstadaptive Algorithmen, Vernetzung, Cloud-Anbindungen, Predictive Maintenance sind Anforderungen, die die Digitalisierung auch in der Pumpentechnik vorantreiben.
Doch wo genau stehen wir beim Thema Digitalisierung, welche Vorteile bietet die innovative Technik, welche Tendenzen der Weiterentwicklung zeichnen sich ab?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Vorteile und Funktionalitäten elektronisch geregelter Pumpen
  • Energie- und Prozessoptimierung
  • Datenkommunikation und Vernetzung
Referent: Oliver Jung | Grundfos GmbH

Staatlich geprüfter Techniker
Marketing Referent/ Trainer Schulungsabteilung

Mehrjährige Tätigkeit als MSR- Techniker
Studium Elektrotechnik- Elektronik,
Abschluss Staatlich geprüfter Techniker
Seit 1989 tätig als Servicetechniker in Bereichen:

- Heizungs-, Lüftung- und Klimatechnik (HLK), Wasserver- und Entsorgungsanlagen
- Mess- und Regeltechnik versorgungstechnischer Anlagen (MSR, DDC)
- Gebäudeleittechnik (GLT)

Seit 2004 tätig für Grundfos im Bereich Kundenschulung
- im Bereich Gebäude- und Industrietechnik, Wasserver- und Entsorgung
- Kundenschulung Deutschland, Österreich, Schweiz

12:10 Uhr
Diskussionsrunde zum Thema Digitalisierung – Erfahrungen
der Teilnehmer
12:15 Uhr
Mittagspause // Networking und 1. Ausstellerrundgang
13:45 Uhr
Alles unter dem Silo: Austragen und Dosieren von Schüttgütern mehr
Die Schnittstelle zwischen Silo, Austragung, Dosierung und Einspeisung in die Förderleitung wird häufig missachtet und führt dann zu Problemen. Durch Darstellung der Anforderungen an die Funktionsweise von Austragorgenen und die Wirkungsweise von Austraghilfen wird der Zuhörer in die Lage versetzt, diese Problemfelder zu erkennen und zu vermeiden. Die Bereitstellung eines ausreichend großen und kontinuierlichen Schüttgutstroms am Siloauslauf ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Dosierung - die entweder volumetriach oder gravimetrisch erfolgen kann. Daher ist die Kenntnis über Auslaufmassenströme wichtig für die Dimensionierung von Dosier- und Einspeiseorganen.                                Praxisbeispiele für besondere Austrag- und Dosieraufgaben runden das Thema ab. 

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Zusammenhang Silo und Austragung: Fließprofil und Wirkungsweise von Austragorganen
  • Auslaufmassenströme
  • Austragorgane und Austraghilfen sowie Einspeisung in Förderleitungen
Referent: Dr. Harald Wilms | Wilms-ITC Ingenieurbüro

1972 – 1977 Studium Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der TU Braunschweig
1983 Promotion bei Prof. Schwedes mit einer Arbeit über Silodrücke.
1984 -2012 im Zeppelin-Konzern tätig in den Bereichen Silotechnik, Fördertechnik, Technologie & Unternehmensentwicklung, Aufbau von Auslandsunternehmen, M&A. Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Arbeitsgruppen zur Schüttguttechnik.  
2012 - 2018 Unternehmensentwicklung bei Zeppelin Power Systems (Energie- und Motorentechnik)
seit 2018: Ingenieurbüro Wilms-ITC für Ingenieurdienstleistungen im Silo- und Anlagenbau sowie der Unternehmensentwicklung Vorlesung an der TU Braunschweig zu Schüttgut-Anlagenbau

14:25 Uhr
Anforderungen an die Dosiertechnik – Tipps aus der Praxis für die Praxis mehr

In der modernen Verfahrenstechnik nehmen das kontinuierliche Wägen und Dosieren eine wichtige Funktion ein. Im Falle des Dosierens ist es oft das Bindeglied von Silolagertechnik und dem ersten Prozessverfahrensschritt.  Die Integration der Wäge- und Dosiertechnik  in das Gesamtverfahren hängt daher von
  • den Schüttguteigenschaften,
  • der Applikation und
  • der Einbindung in die Mess- und Regeltechnik ab.

Moderne Dosiersysteme müssen daher wechselnde Schüttguteigenschaften sowie die Randbedingungen aus der Applikation und Leittechnik erfüllen, um zu einem optimalen Ergebnis für die Funktion und die Kosten zu gelangen. Beispiele aus verschiedenen Anwendungen zeigen, wie die Anforderungen umgesetzt werden.


Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Welche Dosierverfahren gibt es?
  • Möglichkeiten und Grenzen der Dosierverfahren
  • Wege zur Verbesserung des Dosierverhaltens
Referent: Harald Heinrici | Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH

Dipl.-Ing. Harald Heinrici: Er studierte Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Braunschweig. Nach seinem Diplomabschluss 1983 war er bei Schenck Process für die Mechanische Entwicklung im Bereich Wägen und Dosieren zuständig. Seit 2001 ist er geschäftsführender Gesellschafter bei Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH, Wolfenbüttel, Ingenieurbüro mit Schüttgutlabor für Aufgabenstellungen aus den Bereichen Schüttgut-, Silo- und Fördertechnik. H. Heinrici ist Mitglied in Arbeitsgruppen und Normausschüssen für Schüttgut- und Fördertechnik sowie tätig in Seminaren zum Dosieren und zur Schüttguttechnik.

15:05 Uhr
Probleme beim Schüttgut-Austrag? Die letzte Hoffnung, wenn nichts mehr fließt mehr
Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Sicherer Austrag aller Schüttgüter
  • Geringe Betriebskosten durch Mechatronik
  • Logistik in Schüttgutanlagen

Referent: Walter Geroldinger | Geroldinger GmbH

Absolvent der HTL Maschinenbau in Linz. Gastschüler in der Müllereifachschule in Wels. 1972 Einstieg und baldige Übernahme der Mühlenbaufirma Geroldinger in Sigharting. Durch sehr nützliche Kontakte mit Universität Braunschweig, Herrn Prof Schwedes und vieler seiner Assistenen Erarbeitung der theoretischen Grundlagen der Schüttguttechnologie. Umsetzung des Wissens in Gestaltung von Anlagen für anspruchsvolle Schüttgüter. Entwicklung von eckigen und runden Silosystemen und standisierten statischen Berechnungen dafür. Entwicklung eines einzigartigen Entnahmesystems für Schüttgüter mit verschiedensten, auch extremen Eigenschaften in Konsistenzen bis Filterkuchen. Aufbau der Abteilungen Engineering für Anlagenplanung, Konstruktion, Steuerungstechnik, Schüttguttechnologie. Aufbau der Fertigung mit Metallbearbeitung, Schweisstechnik, Schaltschränke.

15:30 Uhr
Kaffeepause // Networking und 2. Ausstellerrundgang
16:30 Uhr
Wie kann die intelligente Umsetzung von GMP-Forderungen die Wirtschaftlichkeit der Produktion steigern? mehr
In einem Beispiel aus der Praxis soll aufgezeigt werden, dass es viele verschiedene Punkte gibt, an denen Unternehmen ansetzen können, um sowohl GMP umzusetzen, als auch die eigene Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Herausforderungen in der Umsetzung beziehen sich einerseits auf das reine Produkt, aber auch auf den Mitarbeiter in Bezug auf Anlagenbedienung und Sicherheit. Welcher Raum bleibt da noch, um die Produktionseffizienz zu optimieren, sprich um die Leistung zu steigern, Stillstandszeiten zu reduzieren und das Füllgewicht zu kontrollieren?

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Good Manufacturing Practice (GMP) während der gesamten Wertschöpfungskette bei der Absackung und Abfüllung von Schüttgütern
  • Zugleich Erfüllung der Kundenziele im Bereich Leistung, Verfügbarkeit, Anpassbarkeit und Flexibilität

Referent: Dr. Alexander Mildner | Greif-Velox Maschinenfabrik GmbH

Nach seinem Maschinenbaustudium widmete sich Dr. Alexander Mildner der Konstruktion und dem Projektmanagement im Bereich Elektromobilität und Flugzeugbau bei der 3D ConTech GmbH in Hamburg. 2013 wechselte er in die Forschung und Entwicklungsabteilung der UniTransferKlinik Lübeck, um dort an IoT Projekten und systematischer Produktentwicklung in verschiedenen Disziplinen zu arbeiten und seine Promotion in der Systemvernetzung zu verfassen. Während dieser Zeit gründete er unter anderem das FabLab Lübeck, eine offene Hightech-Werkstatt, in welcher er sich nach wie vor privat engagiert. Seit April 2017 ist er schließlich als Leiter für Forschung und Entwicklung bei der GREIF-VELOX Maschinenfabrik tätig und bringt hier seine Erfahrung in IoT und Entwicklungsprozessen in die Entwicklung von Produkthandlingsystemen ein.

16:55 Uhr
Nanofasertechnologie in der Entstaubungstechnik mehr
Die Nanofasertechnologie bietet ein breites Einsatzspektrum und einschneidende Vorteile in der Staubfiltration. Die WAMGROUP als weltweit führendes Unternehmen im Bereich Schüttguthandling bietet ein breites Spektrum an Entstaubungsgeräten und setzt erfolgreich Nanofaserfilterelemente ein. Der Vortrag stellt die Vorteile dieser Technologie sowohl für den Anlagenbetreiber als auch den Anlagenplaner dar und zeigt Einsatzmöglichkeiten und -grenzen auf.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Einführung Nanofasertechnologie
  • Vorteile der Nanofasertechnologie gegenüber herkömmlicher Filterelemente
  • Einsatzmöglichkeiten und -grenzen der Nanofasertechnologie in der Entstaubungstechnik
Referent: Wolfgang Schulz | WAM GmbH

Wolfgang Schulz ist seit 2009 bei der WAM GmbH als Kundenbetreuer und Produktverantwortlicher für Filtrationstechnik tätig. Herr Schulz ist ausgebildeter Müllereitechniker und kann auf jahrzehntelange Erfahrung im Mühlenbau zurückgreifen, darüber hinaus verfügt er über umfassende Kenntnisse und Praxiserfahrung im Bereich präventiver Explosionsschutzmaßnahmen. Sein heutiger Aufgabenschwerpunkt liegt in der anwendungsbezogenen Beratung von Kunden aus verschiedensten Industriezweigen im Bereich der Schüttgutentstaubung sowie in der Unterstützung bei Auslegung der Filtrationsgeräte unter Berücksichtigung der gegebenen Auflagen und Richtlinien.

17:20 Uhr
Mehrwerte durch Partikeldesign schaffen mehr
Die gezielte Optimierung von Produkten und damit verbunden auch Herstellprozessen hat sich in vielen Industriezweigen zu einem wettbewerbsentscheidenden Kriterium entwickelt. Beispiele wie die Verbesserung der Eigenschaften von Ingredients für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die Stabilisierung von Aktivstoffen für Nahrungsergänzung und Functional Food, sicheres Produkthandling bei Chemikalien oder Enzymen, besseres Anwendungsverhalten von Pulvermischungen zeigen übliche Anwendungsfelder Granulations- und Coatingprozessen auf Basis der Wirbelschicht- und Strahlschichtprozesse von Glatt. Beim Partikeldesign spielen neben grundlegenden Wärme- und Stoffübergangsprozessen vor allem stoffliche, anlagentechnische und prozessseitige Einflussgrößen eine bedeutende Rolle. Der Vortrag fasst derartige Einflussparameter in einem Überblick zusammen und erläutert verschiedene Ansätze, wie diese gezielt zur Herstellung besserer fester Produktformen genutzt werden können.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Partikeltechnische Prozesse auf Basis von Wirbelschicht- und Strahlschichtprozessen sowie Pulversynthese
  • Optionen zur gezielten Einstellung oder Änderung auf Produkteigenschaften
  • Fallbeispiele aus der industriellen Anwendung
Referent: Hendrik Schreier | Glatt Ingenieurtechnik GmbH

Hendrik Schreier arbeitet seit 01.03.2017 als Vertriebsingenieur bei Glatt Ingenieurtechnik Weimar und betreut Kunden in Deutschland und im europäischen Raum. Glatt steht für innovative Technologien zur Herstellung von Pulvern, Granulaten und Pellets mithilfe unterschiedlicher Wirbelschichtverfahren. Sein Maschinenbau Studium mit Schwerpunkt Produktentwicklung / Konstruktion hat er 2007 erfolgreich an der FH Schmalkalden abgeschlossen. Erste Berufserfahrung sammelte Herr Schreier bei der bioenergy systems GmbH in Artern als Leiter Konstruktion / Anlagenbau. In seiner nächsten Anstellung bei der Firma DVA Holland-Merten im Südharz begann er bereits im Vertrieb tätig zu sein und war ebenso mit der Projektierung, Berechnung und Auslegung von Vakuumstrocknungsanlagen betraut.

17:55 Uhr
Resümee und Diskussion 1. Veranstaltungstag
18:00 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstags
18:15 Uhr
Abendveranstaltung in den Burggaststätten
der Festung Marienberg mit Führung im Museum für Franken
mehr
18.15 Uhr: Treffpunkt im Museum für Franken für die Führung
20.00 Uhr: Treffpunkt Burggaststätten Marienberg für Glühwein und Abendessen

Freitag, 16. November 2018

08:00 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Ausstellung
08:45 Uhr
Einführung 2. Veranstaltungstag
Referent: Sabine Mühlenkamp | SCHÜTTGUT, Vogel Communications Group
08:50 Uhr
Parameteranalyse von Schüttgutanlagen im Betrieb mit Hilfe der DEM Simulation mehr
Der erfolgreiche und zielgerichtete Einsatz von Schüttgutanlagen hängt zum einen von einer innovativen Analgenkonstruktion ab, zum anderen aber auch von der Robustheit der Anlage gegenüber sich verändernden Rand- und Einsatzbedingungen. Da im Voraus nicht alle möglichen Änderungen der Randbedingungen bekannt sind, muss im Betrieb die Anlage oft angepasst bzw. justiert werden. Um die Standzeiten während einer solchen Anpassung und die Kosten für die vor-Ort Anwesenheit von Technikern möglichst gering zu halten, bietet sich eine Ferndiagnose an. Im Rahmen der Ferndiagnose können Lösungsvorschläge mit Hilfe der Simulation verifiziert werden, um zielgerichtete Maßnahmen einzuleiten und umzusetzen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:
  • Welche Möglichkeiten die DEM-Partikelsimulation bietet für die Entwicklung einer Transport- und Siebmaschine
  • „Predictive Operation“ durch Simulation, wie der Einfluss von Veränderungen von Betriebsgrößen auf die Ausgangsparameter vorhergesagt werden kann
  • Auf dem Weg zum digitalen Zwilling: welche Maßnahmen sollten zur Einhaltung der Betriebsqualität getroffen werden
Referent: Dr.-Ing. Luca Benvenuti | CADFEM GmbH

Business Developer und Berechnungsingenieur von ROCKY Discrete Element Method, Software für Partikelsimulationen. Zuständig für Pilotprojekte und Beratung, Pre-Sales, Marketing und Technische Unterstützung
- Doktoratsstudium Mechatronik, Bereich Computational Fluid Dynamics, Arbeitstitel: Identification of Discrete Element Method Simulation Parameters by Artificial Neural Networks and Bulk Experiments

09:25 Uhr
Digitalisierung selbstverständlich machen – Produktionsprozesse in der Schüttguttechnik mit Normkurven und IoT gewinnbringend für das Unternehmen nutzen! mehr
Digitalisierung bietet Mehrwert!

In dem Vortrag werden Methoden und der Umgang mit Daten in der Schüttgutindustrie im Zeitalter von IoT und Industrie 4.0 gezeigt.

Anhang eines Beispiels wird gezeigt, wie die Daten zur einem echten Mehrwert für mehr Sicherheit, Produktivität und Qualität führen bzw. den Prozess führen.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Methoden zur Umsetzung
  • Umgang mit Daten in der Schüttgutindustrie
  • Praxisbeispiel
Referent: Jürgen Opdenhoff | Opdenhoff Technologie GmbH

Siehe Linkedin und Xing

https://www.xing.com/profile/Juergen_Opdenhoff

https://www.linkedin.com/in/opdenhoff/

10:00 Uhr
Kaffeepause // Networking und 3. Ausstellerrundgang
10:30 Uhr
Mit Feuchtigkeit fördern: Kontrollierte Feuchtigkeit bringt Fördergut ins Schweben mehr
Abrieb, Engelshaar, Verblockungen – bei der pneumatischen Förderung von Kunststoffgranulat bisher unumgänglich. Leider beeinträchtigen sie die Qualität und erhöhen den Aufwand für Reinigung und Wartung. Um dem zu begegnen, hat Coperion die Fördertechnologie FLUIDLIFT ecoblue. Durch kontrollierte Erhöhung der Feuchte des Fördergases wird die Reibung innerhalb des Granulats sowie zur Rohrwand extrem herabgesetzt. Dies führt zu deutlich geringerem Energieeinsatz sowie einer erheblichen Reduzierung des durch die Förderung erzeugten Abriebs. In der Entwicklung wurde besonderes Augenmerk auf die sichere Handhabung der zugegebenen Feuchtigkeit gelegt. Die benötigten Mengen sind nicht groß und können durch geeignete Anlagenführung kontrolliert werden. Das Gesamtkonzept ist so gestaltet, dass am Ende des Systems trockenes Produkt sichergestellt ist.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Reduktion Produktreibung durch kontrollierte Feuchtezugabe
  • Wege zur Minimierung der Abriebsentstehung, des Energieverbrauchs und des Wartungsaufwands
Referent: Michael Dürr | Coperion GmbH

Ausbildung

*Studium im Fachbereich Chemieingenieurwesen an der Universität Karlsruhe (TU), Deutschland

*1995 Diplomarbeit am Center of Powder Science and Technology (POSTEC), Norwegen

Seit 1996 bei Coperion GmbH

Tätigkeitsbereich

*Leitung Technikum und Labor

*Leitung Neue Technologien

*Leitung Forschung und Entwicklung

Spezialgebiete: Schüttgutmechanik, Silodesign, Pneumatische Förderung, Mischen

11:00 Uhr
Dielektrische Elastomere als innovativer Antrieb in einem Rüttelförderer mehr
Dielektrische Elastomere (DEs) gehören zur Gruppe der elektroaktiven Polymere. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Form durch Anlegen einer elektrischen Spannung ändern bzw. durch mechanische Verformung ein elektrisches Signal generieren, was deren gleichzeitig Nutzung als Sensor und Aktor zulässt. Diese Kombination ist sehr interessant für den Einsatz in Schüttgutförderern. Zum einen können DEs als Antrieb eingesetzt werden. Hierbei haben sie die Vorteile, dass sich Frequenz und Hub individuell einstellen lassen und zusätzlich beliebige Bewegungsformen erzeugt werden können. Zum anderen kann der Sensoreffekt genutzt werden um die tatsächliche Schwingung der Transportrinne zu erfassen. Eine intelligente Auswertung der gewonnen Daten kann anschließend für Rückschlüsse auf verschiedene Paramter wie z.B. die Fördermenge genutzt werden. Ein erster Prototyp zeigt die Eignung der DE Technologie für diese Anwendung.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Was sind Dielektrische Elastomere
  • Wo liegen ihre Stärken
  • Wie lassen sich deren Vorteile in Vibrationsförderern nutzen
Referent: Steffen Hau | Universität des Saarlandes

Steffen Hau wurde 1984 in Zweibrücken geboren. Er studierte Mikrosystemtechnik an der FH Kaiserslautern und schloss dieses 2007 als Dipl.-Ing. (FH) ab. Die zugehörige Diplomarbeit schrieb er bei dem Inkjet-Druckkopfhersteller XAAR in Schweden. Des Weiteren erlangte er 2013 den Abschluss Master of Science in Mechatronik an der Universität des Saarlandes mit einer Abschlussarbeit zum Thema piezoelektrische Dehnungssensoren. An selbiger Universität promovierte er 2018 zum Thema „High-performance dielectric elastomer actuators“. Zwischen 2007 und 2010 arbeitete Herr Hau bei der Infineon Technologies AG in Regensburg als Entwicklungsingenieur im Bereich Gehäuseentwicklung für Halbleitersensoren. Seit 2013 Arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes am Lehrstuhl für intelligente Materialsystem, wo er seit 2017 die Arbeitsgruppe für Dielektrische Elastomere leitet.

11:30 Uhr
Mittagspause // Networking und Ausstellung
12:30 Uhr
Gefährdungsbeurteilung und Erstellen eines Explosionsschutzdokumentes mehr
Nach § 5 Abs. 1 ArbSchG i.V.m. § 618 Abs. 1 Satz 1 BGB ist der Arbeitgeber verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Wie die Gefährdungsbeurteilung durchzuführen ist, ist im Gesetz nicht detailliert festgeschrieben, es werden nur Grundsätze benannt. Das bedeutet, dass es keinen "richtigen" Weg für die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung gibt. Der Gesetzgeber gibt den Verantwortlichen (Arbeitgeber) somit einen breiten Spielraum zur Umsetzung und zum Erreichen des geforderten Schutzziels. Je nach örtlichen Gegebenheiten sind verschiedene Vorgehensweisen möglich. Der Autor berichtet über die Vorgehensweise einer Gefährdungsbeurteilung überwachungsbedürftiger Anlagen (ExAnlagen), stellt den s.g. Duktus vor und betont mit welchen Schwierigkeiten der Arbeitgeber dabei konfrontiert wird. Beispiele und Lösungsansätze werden vorgestellt, sowie das Thema der Bestimmung der sicherheitstechnischen Kenngrößen (von Stäuben), die als Grundlage zu der Gefährdungsbeurteilung dient.

Das lernen die Teilnehmer im Vortrag:

  • Gefährdungsbeurteilung
  • sicherheitstechnische Kenngrößen
  • Änderungen in den Verordnungen
Referent: Dr. Alexey Leksin | Universität Wuppertal

Herr Dr.-Ing. Alexey Leksin studierte 2004-2009 am
St.-Petersburger Staatlichen Technologischen Institut (Technische Universität) in Russland und absolvierte den Studiengang: Sicherheit technologischer Prozesse und Produktionen. Von 2009 bis 2017 promovierte er an der Bergische Universität Wuppertal am Lehrstuhl von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Uli Barth „Methoden der Sicherheitstechnik/Unfallforschung“ zum Thema: "Solution Approach for a Coherent Probabilistic Assessment of Explosion and Fire Safety for Facilities at the Chemical Process Industries". Seit 2010 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an dem selben Lehrstuhl tätig und seit Mitte 2017 als Postdoktorand. In den Jahren 2011-2013 betreute er den Russischen Markt im Bereich des konstruktiven Explosionsschutzes bei REMBE® GMBH SAFETY + CONTROL. Derzeit Leiter des Steinbeis-Transferzentrums Integrative Sicherheit GmbH mit den Themenschwerpunkten: Explosionschutz, Bestimmung der sicherheitstechnischen Kenngrößen von Stäuben; Anlagen- und Prozesssicherheit.

13:10 Uhr
Brandbekämpfung in staubexplosionsgefährdeten Bereichen - Silobrände und Inertisierung mehr
Der Vortrag beschäftigt sich einleitend mit Schadensereignissen sowie kurz mit der Betreiberverantwortung. Schwerpunkte setzt der Vortrag in der Erläuterung der generellen Verhaltensweisen und der speziellen Vorgehensweisen am Beispiel der Brandbekämpfung bei Siloanlagen.

Als Brandbekämpfungsverfahren bei Silobränden hat seit Beginn der achtziger Jahre insbesondere die Inertisierung für die Feuerwehren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dabei sind durch taktische Fehler bei der Brandbekämpfung in solchen Anlagen in der Vergangenheit wiederholt auch Staubexplosionen ausgelöst worden, die zu erheblichen Personen- und Sachschäden geführt haben. In dem Vortrag wird die spezielle Vorgehensweise bei Silobränden in den Grundzügen erläutert.

Referent: Jörg Kayser | DMT GmbH & Co. KG

Herr Dipl.-Ing. Jörg Kayser ist seit 2001 Mitarbeiter der DMT GmbH & Co. KG und beschäftigt sich seitdem mit der Erstellung von Gutachten und Konzepten im Bereich der Sonderbrandbekämpfung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die brandschutztechnische Begleitung von Bränden im Bereich Silos, Bunker, Halden, Deponien und sonstigen Lägern. Seit 2012 ist er öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für den Brandschutz für Bergehalden, Kohlenlager und Deponien.

13:35 Uhr
Resümee und Teilnehmer-Fragen
14:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

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