Programm

Aktuell erstellen wir ein nutzwertiges und praxisorientiertes Veranstaltungsprogramm zu den Förderprozess-Foren 2016. Weitere Informationen erwarten Sie in Kürze hier.

Folgende Schwerpunktthemen bilden das neue Programm des Schüttgut Forums 2016:

 

Schüttgut-Forum – Sicher und effizient von A nach B:  Fördern, Austragen und Lagern von Schüttgütern

•    Austragshilfen
•    Dosieren und Abfülltechnik
•    Ex-Schutz: Komponenten und Konzepte für
     den Explosionsschutz                                                           
•    Charakterisierung von Schüttgütern/ Messtechnik
•    Wägetechnik
•    Füllstand- oder Massenstrommessung / Automatisierung
     von Dosieranlagen
•    Gesetzliche Änderungen/ Sicherheit
•    Technologischer Ex-Schutz
•    Energieverluste begrenzen/ Pneumatische Förderung
•    Kompressorenhersteller, Volkmann etc.
•    Schonendes Fördern
•    Mischtechnik/ Mechanische Verfahren
•    Granulierung
•    Zerkleinern oder Filtertechnik


Sie möchten sich mit einem Vortrag an unserem Programm beteiligen? Dann werden Sie Vortragspartner in einem unserer Praxisforen. Mehr zum Angebot finden Sie unter

Werfen Sie einen Blick auf das Vortragsprogramm des Schüttgutforum 2015:

Mittwoch, 9. Dezember 2015

09:30 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer auf den Förderprozess-Foren 2015
10:15 Uhr
Einführung Schüttgut-Forum
10:30 Uhr
Wie kommt das Schüttgut in den Gang - Grundlagen und Trends in der Schüttgutverarbeitung mehr
Ein störungsfreies Lagern und Fließen von Schüttgütern ist eine wichtige Aufgabe, um eine Produktion ohne Ausfallzeiten zu erreichen und Qualitätsanforderungen einzuhalten. Grundlage hierfür ist zunächst die Kenntnis der Fließeigenschaften des Schüttgutes. Diese Fließeigenschaften lassen sich mit Schergeräten ermitteln.

Aufbauend auf den ermittelten Fließeigenschaften lassen sich dann die Komponenten der Anlage auslegen. Angefangen vom Silo, der so auszulegen ist, dass Brückenbildung vermieden wird und möglichst Fließen im gesamten Behälter erreicht wird, bis zum Austrag- und Fördergerät, das hinsichtlich Eignung und z.B. Antriebsbedarf ausgewählt werden muss.

Sowohl für das Fließen im Silo als auch die Bestimmung des Antriebsbedarfs ist es nötig, die im Silo wirkenden Spannungen zu kennen. Damit lassen sich die auf das Austraggerät und auch die Silowände wirkenden Belastungen ermitteln.

Die auf die Silowände wirkenden Belastungen sind eine Eingangsgröße für die für den Silo zu erstellende Silostatik. Eine weitere Eingangsgröße ist auch die Betriebsweise des Silos, die (falls sie nicht entsprechend berücksichtigt wird) zu Siloschäden führen kann.

Referent: Harald Heinrici | Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH

Dipl.-Ing. Harald Heinrici: Er studierte Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Braunschweig. Nach seinem Diplomabschluss 1983 war er bei Schenck Process für die Mechanische Entwicklung im Bereich Wägen und Dosieren zuständig. Seit 2001 ist er Geschäftsführender Gesellschafter bei Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH, Wolfenbüttel, Ingenieurbüro mit Schüttgutlabor für Aufgabenstellungen aus den Bereichen Schüttgut-, Silo- und Fördertechnik. H. Heinrici ist Mitglied in Arbeitsgruppen und Normausschüssen für Schüttgut- und Fördertechnik sowie tätig in Seminaren zum Dosieren und zur Schüttguttechnik.

11:30 Uhr
Drinnen passiert's - Verfahrenstechnische Prozesse im Silo mehr
Meist kann man nicht in das Silo hineinsehen, um die Fließvorgänge darin zu beobachten. Deshalb wird ein Silo häufig als ein einfacher Apparat angesehen, der keine verfahrenstechnischen Funktionen erfüllt oder in dem verfahrenstechnische Prozesse ablaufen.
Dennoch, vor allem in Abhängigkeit des Fließprofils, kommt es zu bedeutsamen verfahrenstechni-schen Prozessen im Innern eines Lagersilos: So entscheidet die Geometrie darüber, ob es zu Entmi-schungserscheinungen oder einer breiten Verweilzeitverteilung kommt. Entmischungen können schädlich sein für die nachfolgende Verpackung oder sich anschließende chemische Reaktionen. Eine breite Verweilzeitverteilung, insbesondere wenn sie durch tote Zonen verursacht wird, führt mög-licherweise zu unzulässig langen Lagerzeiten und damit zu Einbußen an Produktqualität. Ebenso ist die Rückverfolgbarkeit von Chargen (tracking & tracing) nur bei Massenfluss möglich.
Neben Silos zur Lagerung von Schüttgütern können Silos auch gezielt zur Realisierung verfahrens-technischer Prozessschritte ausgelegt werden. Besonders sind hierbei die Mischsilos hervorzuheben, bei denen gezielt eine bestimmte Schüttgutbewegung zu einer kontrollierten Veränderung der Ver-weilzeitverteilung und somit zu einer Durchmischung führt. Diese Schüttgutbewegungen können durch eine Fluidisierung, durch unterschiedliche Einbauten zur Beeinflussung der Fließgeschwindigkeiten oder durch Mischrohre generiert werden. Inzwischen ist auch die Überprüfung der Funktion mittels DEM-Simulation möglich.
Neben den reinen Schüttgutbewegungen zum Fließen und Mischen der Schüttgüter können auch Mehrphasenströmungen in Silos ablaufen, um bestimmte verfahrenstechnische Prozesse zu realisie-ren. Neben der Fließbetttechnik zum Mischen gehören vor allem Aufheiz-, Abkühl-, Trocknungs- und Entgasungsprozesse zu den mehrphasigen verfahrenstechnischen Prozessen. Dabei wird das Schüttgut durch Wärme- und Stoffaustauschprozesse verändert. Beispielsweise kann die Durchströ-mung mit trockenem Stickstoff die Lagerfähigkeit von Getreide verlängern, weil Feuchtigkeit und Oxi-dation verringert werden. Ebenso können aus Kunststoffen Restmonomere ausgetrieben werden, um dadurch diese Kunststoffe für bestimmte Anwendungen in der Verpackungstechnik einsetzen zu kön-nen. Schließlich führt die Vorwärmung von Kunststoffen vor der Verarbeitung zu Energieeinsparungen oder Kapazitätserhöhungen. Bei der dazu in der Regel erforderlichen Erwärmung der Schüttgüter werden in die Silos spezielle Wärmetauscher-Elemente eingebaut.
Neben Auslegungsgrundlagen werden praktische Beispiele und Anwendungen gezeigt.

Referent: Dr. Harald Wilms | Zeppelin Power Systems GmbH

1972-1977: Studium Maschinenbau/Verfahrenstechnik an der TU Braunschweig; 1978-1985: Wissenschaftlicher Mitarbeiter TU Braunschweig, Arbeitsgebiet und Promotion Schüttguttechnik; 1985-2012: Zeppelin Systems GmbH, Friedrichshafen, Silotechnik und internationaler Anlagenbau, Technik, Vertrieb, Unternehmensentwicklung; 2012-: Zeppelin Power Systems GmbH & Co KG, Unternehmensentwicklung Schiffstechnik und Energieanlagen; Verbände: Mitglied im Fachausschuss Mehrphasenströmungen (pneumatische Förderung) und Kunststoff-Aufbereitungstechnik; Lehraufträge: TU Braunschweig und Uni Bremen für Schüttguttechnik/Anlagenbau

12:30 Uhr
Pause/Networking und 1. Ausstellerrundgang
14:00 Uhr
Muss es immer rund sein? Alternativen bei der Austragung aus Silos mehr
Austrageinrichtungen sind das Kernstück, wenn es um die Entnahme von Schüttgütern aus Behältern und Apparaten geht. Die Arbeitsweise, die Gestaltung und das Zusammenspiel zwischen feststehenden und beweglichen Bauelementen nehmen erheblichen Einfluss auf den Ablauf, die Effizienz und die Qualität eines jeden Schüttgut- und Aufbereitungsprozesses. In der Silo- und Schüttguttechnik werden oftmals Austrageinrichtungen mit kreisförmigem Querschnitt diskutiert. Die Erzeugung von Massenfluss ist hierbei eine der größten Herausforderungen. Grund dafür ist der direkte Zusammenhang zwischen Auslauftrichter und Austrageinrichtung. Diese müssen sorgfältig sowohl aufeinander als auch auf das jeweilige Schüttgut abgestimmt werden. In der Aufbereitungstechnik finden jedoch auch rechteckige Behälter mit ganzflächig abspeisender Austrageinrichtung Anwendung. Die Unabhängigkeit vom Auslauftrichter ermöglicht hier die Erzeugung von Massenfluss über dem gesamten Apparatequerschnitt. Neben herkömmlichen Drehbalken- und Schneckenböden gibt es auch Systeme mit mehreren kleinen, parallel angeordneten Auslauftrichtern (Bild 1). Aufgrund ihrer Eigenschaften, sowohl einen Teil der wirkenden Flächenlast aufnehmen als auch Massenfluss erzeugen zu können, eignen sich diese Austrageinrichtungen für eine Vielzahl von Anwendungen, bei denen rieselfähige Schüttgüter entleert oder dosiert werden sollen. Bisher fanden solche Systeme in der Literatur kaum eine Beachtung. In der spezifischen Anordnung von Auslauftrichtern über dem Behälterquerschnitt besteht jedoch ein hohes Potenzial zur Optimierung dieser Austrag-einrichtungen, die zukünftig bei der Steuerung des Schüttgutflusses an Bedeutung gewinnen könnten. Ziel der laufenden Forschungsarbeiten ist die Entwicklung einer neuartigen Austrageinrichtung.
Referent: Georg Franke | ATB-ATB-Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V.

Georg Franke studierte Physikalische Technik in Brandenburg. Derzeit ist er als Doktorand der Universität Magdeburg am Leibniz-Institut für Agrartechnik in Potsdam-Bornim tätig. Dort beschäftigt er sich aktuell mit der Entwicklung neuartiger Austrageinrichtungen für Schüttgüter.

14:40 Uhr
Austragen und dosieren mit Armaturen: Intelligente Taktschleusen erhöhen Leistung und Genauigkeit mehr
Die Idee ist keineswegs neu. Taktschleusen existieren seit Generationen in den unterschiedlichsten Anwendungen. Sie bestehen in der Regel aus zwei Standardarmaturen, die mit einem Zwischenrohr verbunden sind. Sie dienen dem Eintrag oder der Ausschleusung speziell in/aus Feststoffleitungen, häufig werden sie auch für die  Übergabe von Medien in unterschiedliche Druckniveaus genutzt.
Anlagenbauer und –betreiber fertigten eigene Taktschleusen, die dem jeweiligen Anwendungsfall gerecht wurden, aber in ihrer Auslegung und Geometrie meist keinerlei Standardisierung folgten.
Mit zunehmenden Anforderungen an Sicherheit, Hygiene und Reproduzierbarkeit ergeben sich bestimmte Vorgaben, die eine genauere Betrachtung empfehlen.
Die gesetzlichen Vorgaben hinsichtlich des Explosionsschutzes bedingen  entsprechende Prüfungen, Abnahmen und genaue Definitionen der Einsatzgrenzen, die Dokumentation ist entsprechend umfangreich.
Hinzu kommen gesteigerte Erwartungen an die Reproduzierbarkeit von Dosierprozessen. Wie lassen sich die Austragsvolumina besser anpassen? Wie können unterschiedlich beschaffene Stoffe auf der gleichen Anlage sicher ausgetragen werden? Welche Möglichkeiten gibt es, brückenbildende Medien zu handhaben? Welche Unterstützung können Taktschleusen bieten, um Zyklone und Filteranlagen zu entladen? Wie sieht es mit dem Eintrag von Pulvern und Granulaten in Reaktoren oder Förderleitungen aus? In Bezug auf Schüttgüter gibt es leider selten Patentantworten. Intelligente Armaturen können aber helfen, bestimmte Aufgabenstellungen leichter und kostengünstiger zu meistern.

Referent: Andreas Kühn | Ebro

Andreas Kühn, Jahrgang 1963, stammt ursprünglich aus dem Präzisions-Werkzeugmaschinenbau und hat sich hier besonders mit der Mechatromation (Verknüpfung von Mechanik, Elektronik und Automation) auseinandergesetzt. Seit 2004 beschäftigt er sich mit Armaturen und deren Integration in übergeordnete Steuer- und Regelsysteme. Schwerpunkt ist deren Einsatzbereich in der Handhabung von Schüttgütern in allen Branchen. Bei EBRO Armaturen Gebr. Bröer GmbH, Hagen, ist er für Neu- und Weiterentwicklungen genereller und kundenspezifischer Komponenten zuständig und ist als Key-Account-Manager beratend bei Anlagenbauern und –betreibern tätig.

15:20 Uhr
Neue Lösungen für das Abpacken und Palettieren - wie ein Full-Liner-Konzept für mehr Effizienz in Verpackungsprozessen sorgt mehr
Die BEUMER Group bedient die Schüttgutindustrie nun seit mehr als 80 Jahren. Im Zuge
der letzten Jahre hat sich BEUMER in eine weltweit agierende Gruppe mit mehr als 4.100 Mitarbeitern und einem Umsatz von € 680 Mio. in 2014 gewandelt. Der Fokus liegt heute
u.a.  auf der Betrachtung der Logistikprozesse und der Implementierung kompletter Verpackungslinien in der Schüttgutindustrie.
Das Ende einer Verpackungslinie ist der Anfang der Reise eines Produkts – durch komplexe Distributionskanäle mit vielfältigen Transportmitteln. Diese Reise birgt Risiken und kann erhebliche, aber vermeidbare Kosten und unvorteilhafte Konsequenzen für ein Unternehmen und seine Kunden verursachen.
Neben den üblichen Anforderungen das Schüttgut möglichst sauber und geschützt vor äußeren Einflüssen zum Kunden zu transportieren, führt der steigende Wettbewerb und Kostendruck zur Suche nach Möglichkeiten und Wegen die Verpackungskosten weiter zu reduzieren. Hierzu gibt es verschiedene Trends und Lösungen in der Verpackungsindustrie. Insgesamt führt jedoch nur eine ganzheitliche Betrachtung der eigenen internen aber auch der externen Logistikprozesse bis zum Endkunden zu kostenspezifischen und marketingoptimierten Lösungen.
Wo Optimierungen an den einzelnen Maschinen weitestgehend abgeschlossen sind,
kann die Betrachtung der Packerei als Komplettsystem weitere Möglichkeiten zur Effizienz-steigerung bieten. Der Fokus liegt dabei auf der Automatisierung der Maschinen und Anlagenteile untereinander, um so eine Optimierung des Gesamtprozesses zu erreichen. Weiterhin kann die Bedienung der kompletten Anlage und die Integration der Packerei in die IT-Struktur des Unternehmens optimiert werden, was gerade an Standorten mit kostenintensivem Personal zur Effizienzsteigerung führt.
So kann die Packerei erheblichen Einfluss auf den Profit des Unternehmens haben.

Referent: Peter Schmidt | Beumer
16:00 Uhr
Pause/Networking und 2. Ausstellerrundgang
17:00 Uhr
Verwiegen von freifließenden Schüttgütern mehr
Wiegen im freien Fall - Das klingt abenteuerlich und faszinierend zugleich. Kann dies obendrein hoch präzise und in einem breiten Produktspektrum funktionieren?
Für die Messung von Schüttströmen gibt es verschiedenste Ansätze. Einer dieser Ansätze besteht darin, das 2. Newtonsche Gesetz zu nutzen, welches besagt, dass die Änderung einer Bewegung proportional zur bewegenden Kraft ist. Kräfte können präzise mittels Wägezellen bestimmt und ausgewertet werden. Mit modernen Elektroniken lassen sich somit Massenströme von fließenden Schüttgütern bestimmen.
Da die gemessene Kraft direkt proportional zur Masse des bewegten Materials ist, haben Änderungen in der Dichte oder Körnung, anders als bei anderen Messprinzipien (z.B. der Prallplatte), nahezu keinen Einfluss auf die Messgenauigkeit. Messgeräte die diesen Ansatz nutzen, kommen dabei ohne bewegte Teile aus. Grundvoraussetzung ist eine ausreichende Fließfähigkeit des zu messenden Produktes. Die Erfahrung zeigt, dass die Anwendungsmöglichkeiten äußerst vielfältig und Branchen übergreifend sind. Das Messprinzip wird zur genauen Verladung von LKW, Dosierung von Produkten, Bilanzierung von Stoffströmen, u.v.m. genutzt.

Referent: Andreas Harndt | Hense Wägetechnik GmbH

Andreas Harndt studierte Maschinenbau an der Ruhr-Universität Bochum. Nach seinem Diplomabschluss 2006 war er sechs Jahre für E.ON Kraftwerke in der Energieerzeugung tätig. Nach verschiedenen Stationen innerhalb E.ONs wechselte er für zwei Jahre zu Lanxess in Krefeld, wo er im Segment Hochleistungskunststoffe insbesondere den Bereich Schüttguthandling bearbeitete. Nach seinen Tätigkeiten und Erfahrungen in der produzierenden Industrie wechselte Herr Harndt zur Hense Wägetechnik GmbH nach Brilon, bei der er aktuell als Geschäftsführer beschäftigt ist.

17:40 Uhr
Einfache Lösungen mit Funktechnologie - ein Praxisbericht aus einem Kieswerk
Referent: Benjamin Fiene | Phoenix Contact

Benjamin Fiene (geb. 1982) begann seine berufliche Laufbahn bei Phoenix Contact mit der Ausbildung zum IT-System Elektroniker. Seit 2005 ist er im Produktmarketing Wireless tätig und dort Ansprechpartner für Funkprodukte (Bluetooth, Trusted Wireless), Antennen und Systeme zur autarken Energieversorgung.

18:20 Uhr
Ende des 1. Veranstaltungstages
18:35 Uhr
Get-together mit anschließender Abendveranstaltung auf der Festung Marienberg

Donnerstag, 10. Dezember 2015

09:00 Uhr
Resümee 1. Tag und Einführung 2. Tag
09:10 Uhr
Können Schneckenförderer eine Explosionsausbreitung verhindern? mehr
Bei Transport, Lagerung und Verarbeitung brennbarer Schüttgüter kann eine Gefährdung durch Staubexplosionen bestehen. Gelingt es nicht,  explosionsgefährliche Staubwolken und wirksame Zündquellen sicher auszuschließen, so sind zusätzliche konstruktive Schutzmaß-nahmen erforderlich. Diese Maßnahmen können die Explosion zwar nicht mehr verhindern, sie begrenzen jedoch die gefährlichen Auswirkungen auf ein akzeptables Maß.
Besondere Bedeutung kommt dabei der sogenannten explosionstechnischen Entkopplung zu, die die Explosionsfortpflanzung in angeschlossene Anlagenbereiche verhindert.  

In einem Forschungsprojekt der Forschungsgesellschaft für angewandte Systemsicherheit und Arbeitsmedizin e.V. (FSA e.V.) wurde die Frage untersucht, ob Schneckenförderer, wie sie für den Transport von Schüttgütern eingesetzt werden, gleichzeitig als Explosionsschutz-maßnahme zur Vermeidung einer Explosionsübertragung verwendet werden können.
Hierzu wurden an einem Rohrschneckenförderer technische Veränderungen derart durchgeführt, dass ein kleiner Teil des Schneckengangs entfernt wurde. Durch diese Maßnahme sollte an dieser Stelle ein definierter Schüttgutpfropfen entstehen, der den Querschnitt verschließt und dadurch eine Flammenübertragung in die nachfolgenden Anlagenteile verhindert. Die Wirksamkeit dieses Funktionsprinzips wurde durch Explosionsversuche mit unterschiedlichen Lastfällen in Abhängigkeit von Schüttguteigen-schaften untersucht. Die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Fließeigenschaften der Schüttgüter eine wichtige Rolle spielen. So lassen sich nicht mit allen Schüttgütern die in diesem Falle gewünschten Pfropfen erzeugen. Andererseits wurde festgestellt, dass mit Hilfe von Rohrschneckenförderern auch ohne einen Schüttgutpfropfen eine Explosionsüber-tragung verhindert werden kann, wenn die Mindestzündenergie des Feinstaubs einen bestimmten Wert übersteigt.  

Referent: Dr. Albrecht Vogl | FSA e.V.

1983 Abschluss als Diplom Ingenieur der Elektrotechnik mit Vertiefungsrichtung Elektrische Nachrichtentechnik an der Technischen Hochschule Darmstadt. Seit 1983 Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN), Schulungs- und Forschungszentrum in Viernheim. 1986 Aufbau einer Versuchsanlage für Explosionsversuche im Großmaßstab in Kappelrodeck. Seit 1993 Leitung des Zentrallabors der BGN mit den Fachbereichen Physik/Technik, Brand- und Explosionsschutz und Messstelle für Gefahrstoffe mit Arbeitsschwerpunkten in Forschung, Mess- und Analyseservice, Schulung und Beratung in Mannheim. 1994 Erlangung des Doktorgrades am Institut für Allgemeine Mechanik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Thema der Dissertation: „Ablauf von Staubexplosionen in pneumatischen Saug-Flug-Förderanlagen“ (D 82 Dissertation RWTH Aachen). Seit 2011 zusätzlich stellvertretende Leitung der Prüf- und Zertifizierungsstelle für Systemsicherheit der FSA GmbH in Mannheim (Notifizierte Prüfstelle nach RL 94/9/EG (ATEX), EU-Kennnummer: 0588) mit der Versuchsanlage in Kappelrodeck. Mitarbeit in zahlreichen nationalen und internationalen Gremien zum Explosionsschutz: Mitglied im Programmausschuss der VDI-Fachtagungen „Sichere Handhabung brennbarer Stäube“; VDI 2263 „Staubbrände und Staubexplosionen“; VDI 2263, Blatt1 „Untersuchungsmethoden zur Ermittlung von sicherheitstechnischen Kenngrößen von Stäuben“; VDI 2263, Blatt 5 und 5.1 ”Explosionsschutz bei Wirbelschichtanlagen”; VDI 2263, Blatt 7 und 7.1 ”Brand- u. Explosionsschutz bei Sprühtrocknungsanlagen”; VDI 2263, Blatt 8 und 8.1 ”Brand- u. Explosionsschutz an Elevatoren” (Obmann); VDI 2263, Blatt 9 ”Bestimmung des Staubungsverhaltens von Schüttgütern”; DIN NA 095-02-01 AA ”Explosionsschutzeinrichtungen”; DIN NA 095-02-06 AA ””Terminologie, Methodik”; CEN TC 305 WG 3 ”Devices and systems for explosion prevention and protection”; CEN TC 305 WG 4 ”Terminology and Methodology” (Convenor); EK 4 Erfahrungsaustauschkreis der nationalen Prüfstellen nach RL 94/9/EG; ExNB “Atex Notified Body Group”

09:50 Uhr
Vorbeugender Explosionsschutz - Vermeiden wirksamer Zündquellen in der Filtertechnik mehr
Die Handhabung brennbarer, im aufgewirbelten Zustand explosionsfähiger Stäube hat gerade im Bereich der Filternden Abscheider mit größter Sorgfalt zu erfolgen. Aufgrund der Abreinigung der Filterelemente liegt eine staubexplosionsfähige Atmosphäre als Zone 20 oder Zone 21 im Rohgasraum des Filtergeräts vor.
Gemäß dem Gefahrendreieck sind vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, die die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Explosionsereignisses reduziert. Neben der primären Maßnahme zur Vermeidung einer explosionsfähigen Atmosphäre wird die vorbeugende, sekundäre Maßnahme, das Vermeiden wirksamer Zündquellen angewendet.
Die harmonisierte, europäische Norm EN1127 beschreibt alle Arten von Zündquellen und gibt auch Schutzmaßnahmen in Abhängigkeit des jeweils vorliegenden staubexplosionsgefährdeten Bereichs der Zone 20, 21 oder 22 an.
Die gemäß dem Arbeitsschutz geforderte Gefährdungsanalyse ist hier als Zündquellen- und Zündgefahrenanalyse durchzuführen.
Zunächst sind aus den 13 bekannten Zündquellen, die Zündquellen zu identifizieren, die in dem entsprechenden zu betrachtenden Bereich (Zone) vorliegen können. Diese potenziellen Zündquellen sind dann innerhalb der Zündgefahrenanalyse mit den Kenngrößen des Staub/Luft-Gemisches zu vergleichen. Bei den sicherheitstechnischen Kenngrößen von Staub/Luft-Gemischen ist die Mindestzündenergie der wichtigste Parameter, der zur Abschätzung einer wirksamen, bzw. nicht wirksamen Zündquelle dient.
Die identifizierten wirksamen Zündquellen sind anschließend so zu behandeln, dass eine Zündquellenfreiheit vorliegt.
Im Vortrag werden verschiedene elektrische und mechanische Zündquellen behandelt.
Die Umsetzung der europäischen Richtlinie 94/9/EG, zukünftig 2014/34/EG, fordert die Gegenüberstellung von explosionsgefährdetem Bereich, Zone und der zugehörigen Gerätekategorie. Die Einstufungen der Gerätekategorien werden bei der Zündquelle „elektrische Betriebsmittel“ vorgestellt.
Bei den mechanischen Zündquellen wird im Vortrag auf die mechanisch erzeugten Funken mit den Schleif-, Reib- und Schlagfunken eingegangen. Neben der Entstehung der verschiedenen Funken werden auch die Kriterien für die Schutzmaßnahmen zur Zündquellenfreiheit aufgezeigt. So werden u.U. die Relativgeschwindigkeit von kleiner 1 m/s zwischen Rotor und Stator von drehendem zu stehendem Bauteilen, gemäß der EN 13463, zueinander behandelt. Darüber hinaus werden Informationen zur Vermeidung von Schlagfunken gegeben.
Als weitere Zündquelle wird die Statische Elektrizität mit ihren unterschiedlichen Entladungsformen näher ausgeführt. Neben der Entstehung der Funken-, Büschel- und Gleitstielbüschelentladung werden für die Entladungsformen, die zündwirksam für Staub/Luft-Gemische sind, auch die Schutzmaßnahmen aufgezeigt.
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Schutzmaßnahmen zum Vermeiden wirksamer Zündquellen und zeigt Lösungsansätze für weitere Anwendungen in der Praxis auf.

Referent: Klaus Rabenstein | Herding

Herr Dipl.-Ing. Klaus Rabenstein ist bei der Herding GmbH Filtertechnik für die Sicherheit, Schulung und Dokumentation zuständig. Die Fa. Herding arbeitet im Bereich der Entstaubungstechnik als Hersteller des Herding Sinterlamellenfilters und der Herding Filteranlagen. Herr Rabenstein ist seit 1991 im Bereich der Weiterentwicklung von Lösungen für die Filtertechnik und im Bereich des Brand- und Explosionsschutzes tätig. Neben der Mitarbeit in Gremien des VDI, VDMA und des GDV's, ist der Obmann des Arbeitskreises Entstaubungstechnik im VDMA. Schulungen, Vorträge, sowie Seminare und Workshops runden seine Aufgaben ab.

10:30 Uhr
Inertisierung von Silos - Brände wirksam bekämpfen mehr
Insbesondere öffentliche Feuerwehren sind im Hinblick auf die Bekämpfung von Bränden in staubführenden Anlagen nicht immer optimal ausgebildet und besitzen oftmals nur wenig Erfahrung bei derartigen Einsatzlagen. Die Kenntnis über die generellen Verhaltensweisen sowie auch über spezielle Vorgehensweisen ist bei den öffentlichen Feuerwehren eher rudimentär.

Der Vortrag beschäftigt sich einleitend mit Schadensereignissen sowie kurz mit der Betreiberverantwortung. Schwerpunkte setzt der Vortrag in der Erläuterung der generellen Verhaltensweisen und der speziellen Vorgehensweisen am Beispiel der Brandbekämpfung bei Siloanlagen.

Als Brandbekämpfungsverfahren bei Silobränden hat seit Beginn der achtziger Jahre insbesondere die Inertisierung für die Feuerwehren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dabei sind durch taktische Fehler bei der Brandbekämpfung in solchen Anlagen in der Vergangenheit wiederholt auch Staubexplosionen ausgelöst worden, die zu erheblichen Personen- und Sachschäden geführt haben. In dem Vortrag wird die spezielle Vorgehensweise bei Silobränden in den Grundzügen erläutert.

Ein weiterer Schwerpunkt bilden vorbereitende Maßnahmen, die bereits im Vorfeld mit den Anlagenbetreibern abgestimmt werden sollten. Die herausgearbeiteten Sachverhalte werden am Ende des Vortrages kurz zusammengefasst.

Referent: Jörg Kayser | DMT

Herr Dipl.-Ing. Jörg Kayser ist seit 2001 Mitarbeiter der DMT GmbH & Co. KG und beschäftigt sich seitdem mit der Erstellung von Gutachten und Konzepten im Bereich der Sonderbrandbekämp¬fung. Ein weiterer Schwerpunkt ist die brand¬schutztechnische Begleitung von Bränden im Bereich Silos, Bunker, Halden, Deponien und sonstigen Lägern. Seit 2012 ist er öffentlich be¬stellter und vereidigter Sachverständiger für den Brandschutz für Bergehalden, Kohlenlager und Deponien.

11:10 Uhr
Pause/Networking und 3. Ausstellerrundgang
11:55 Uhr
Effektive Maßnahmen zur Staubreduzierung als wichtigen Beitrag zur Betriebssicherheit mehr
Der Vortrag erläutert die Ursachen der Staubemission an Schüttgutübergaben und nennt Maßnahmen zur Staubreduzierung. Die wesentlichen Themenbereiche sind:

Eigenschaften und Wirkungen von Staub beim Schüttgut-Handling
Zum Thema Staub werden übliche Partikelgrößen, Quellstärken und Sinkgeschwindigkeiten erklärt sowie Gesundheitsaspekte, Brand- und Explosionsrisiken. Erläutert wird auch die Problematik diffuser Emissionen und der Quantifizierung der Staubemissionen.

Quellen von Staubemissionen an Gurtförderern und Übergaben
Erörtert werden vier wesentliche Mechanismen der Staubentstehung und deren Einflussparameter.

Luftströmung durch die Übergabe – Berechnungsmethoden
Für einige Staubreduzierende Maßnahmen ist die Luftmenge Parameter für Auswahl und Dimensionierung. Möglichkeiten und Grenzen von Berechnungsmethoden werden aufgezeigt.

Überblick zu den Staubreduzierenden Maßnahmen
Vorgestellt werden konstruktive und passive Maßnahmen, vorteilhafte Betriebsweise der Anlagen, Verfahren der Staub-Niedernebelung sowie Möglichkeiten zur Absaugung bzw. Filtration von Stäuben.

Der Vortrag wird durch Praxisbeispiele und Nennung typischer Betriebsparameter abgerundet.

Referent: Reiner Fertig | Martin Engineering

Reiner Fertig ist Jahrgang 1967 und studierte Maschinenbau an der FH Darmstadt. Seit 2001 arbeitet er bei Martin Engineering als Vertriebsingenieur, Teamleiter und Produktspezialist.

12:35 Uhr
Performance ³ - Energieeffizienz in der Prozesslufterzeugung
Referent: Fabian Pasimeni | Aerzen
13:15 Uhr
Schonend von A nach B - Entmischungsfreie und energieeffiziente pneumatische Förderung mehr
In der Prozess- und Aufbereitungstechnik werden viele Prozess-Maschinen wie Mischer, Extruder, Reaktoren oder Verpackungsmaschinen mit Pulvern und körnigen Schüttgütern mittels Pneumatischer Förderung beschickt.
Diese Beschickungsanlagen müssen häufig für sehr bruchempfindliche Schüttgüter entsprechende Voraussetzungen erfüllen damit so wenig wie möglich Bruch entsteht. Bei Pneumatischen Förderanlagen von Mischungen auf Verpackungsanlagen ist die Aufgabe noch schwieriger, denn die Mischung darf sich auch nicht separieren.  
Häufig sind es kritische Produkte wie Baby-Food, Cerealien, Milchpulver (mit mehr oder weniger Fettanteil) oder auch Tabletten oder Kapseln die schonend gefördert werden müssen um Abrieb zu minimieren etc. Anderseits müssen abrasive Schüttgüter schonend gefördert werden um den Abrieb an den Bögen der Förderleitung zu minimieren.
In der heutigen Zeit müssen solche Fördersysteme auch gleichzeitig energieeffizient arbeiten um die Nachhaltigkeit (hier die Energie-Einsparung oder auch Reduzierung des Carbon Footprint) von Produktions-Prozessen zu unterstützen.
Diesen Herausforderungen stellt sich AZO mittels unterschiedlicher schonender und gleichzeitig energieeffizienter Förderverfahren wie AZO-Saug-Impuls oder „AZO-SaugPlus“ sowie AZO-MultiAir Fördersystemen mit intelligenten Steuerungen die bzgl. der besten Energieeffizienz ausgelegt werden um den heutigen Anforderungen bzgl. Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen und auch die Betriebskosten zu senken.
Der Vortrag zeigt Beispiele für solche Lösungen als Varianten für verschiedene Produkte mit den erzielten Ergebnissen sowie in der Gesamtkonzeption ausgewogene Lösungen mit jeweils optimaler Energieeinsparung mit Darstellung eines ROI (Return on Invest) nach relativ kurzer Betriebszeit. Dies gewährleitstet auch eine günstige LCC (Life Cycle Cost) Darstellung für solche Anwendungen.    

Referent: Gerhard Nied | AZO-Gruppe

Ausbildung und Studium Technischer Zeichner und Dipl.-Ing. Maschinenbau und Schweißfach-Ing. Ab 1974 Tätigkeiten als Konstrukteur bei AZO Maschinenfabrik. Ab 1980 Konstruktionsleiter bei AZO GmbH. Ab 1992 Technischer Leiter für Anlagenplanung/Engineering bei AZO GmbH. Heute als Prokurist und Technischer Direktor der AZO-Gruppe gesamtverantwortlich für die Technik. Mitglied in mehreren Gremien (Arbeitskreise und Institutionen) zur Anlagen- und Maschinensicherheit sowie Explosionsschutz und EHEDGHygienic Design national und europaweit. Mitglied im Expertengremium Explosionsschutz der ISSA Sektion Maschinen- und Systemsicherheit. Mitautor verschiedener Veröffentlichungen zum Explosionsschutz der IVSS/ISSA. Mitglied in VDI-Gremien, VDI 2263 zum Explosionsschutz Programmausschuss VDI Fachtagung Brennbare Stäube. Lehrbeauftragter an der DHBW (Duale Hochschule Baden- Württemberg), Studiengang Verfahrenstechnik, Vorlesung 5. Semester: Maschinen- und Anlagensicherheit. Mitglied im Lenkungskreis des Arbeitskreis Technik im VDMA Fachverband NuV.

13:55 Uhr
Pause/Networking
14:55 Uhr
Energievergleich als ein Parameter bei der Auslegung von pneumatischen Vakuumförder-Systemen mehr
* Pneumatische Förderung im Vergleich zu mechanischer Förderung
* Vakuumförderung im Vergleich zur Druckförderung
* Aufbau und Funktionsweise
* Einflussparameter auf die Auslegung
* Energievergleich im Fokus
* Fallbeispiele mit unterschiedlichen Arten von Vakuumerzeugern
* Typische Beispiele für den Vakuumtransport
Referent: Thomas Ramme | Volkmann

Dipl.-Ing. B.Eng.(Hons.) Thomas Ramme, geb. 1969, studierte von 1990 bis 1994 Maschinenbau in Soest/D und Nottingham/UK. Der Einstieg in das internationale Projekt- und Vertriebsgeschäft erfolgte anschließend durch die Tätigkeit für ein deutsches Tochterunternehmen einer englischen Produktionsgesellschaft für Hochtemperatur-Festschmierstoffe in London. Seit 1995 beschäftigte sich Herr Ramme bei der Firma VOLKMANN in Soest zunächst mit der Auslegung, Weiterentwicklung und dem Vertrieb von pneumatischen Fördersystemen mit Vakuum. Dabei geht es um den Transport von Feststoffen wie Pulvern, Flakes, Pellets und Granulaten in allen schüttgut-verarbeitenden Industrien, insbesondere im Chemie-, Pharma- und Lebensmittelbereich und Anlagenbau. Das mit der besonderen Spezialisierung auf Vakuumfördersysteme erzielte Wachstum, in Verbindung mit einer zunehmenden Internationalisierung der Projekte und Handelsbeziehungen sowie die Gründung und der Aufbau von zahlreichen Auslandsniederlassungen, führte im März 2000 zu der Position als Vertriebsleiter. Neben der Führung des Vertriebs der Firma Volkmann gehören heute das technische Marketing, Fachvorträge und Seminare, Publikationen, Schulungen von internationalen Kunden, Händlern und Tochterunternehmen zu den Tätigkeitsschwerpunkten von Herrn Ramme.

15:25 Uhr
Simulation von feststoffhaltigen Strömungsvorgängen in der Chemie- und Verfahrenstechnik
Referent: Patrick Lorenz | CD-Adapco

Particle flows are part of many industrial processes such as solid transport, solid segregation and conveying. These systems of densely packed inelastic frictional particles, the dynamic contact network and multi-particle interactions have leading or significant contribution to the flow behavior of the bulk material in comparison to the particle-media interactions. Models such as the discrete element method (DEM) can explicitly calculate the contact and body forces. This gives a method to gain predictive knowledge of such systems. Moreover, DEM can be combined with computational fluid dynamics (CFD) when the particle-flow media interactions are important. We will present three examples in this presentation. 1. First one is related to bulk transport of material on a conveyor belt. In this example, it will be demonstrated that how an optimum inclination angle of design is inferred from DEM simulation. 2. The second one is for transport of particles in screw conveyors, where estimation of power consumption can be improved compared to available correlation based method. 3. In the third example, we show that fluid coupled particle flows can be analyzed and designed for pneumatic conveying. Finally some conclusions and a future outlook will be given.

15:55 Uhr
Sie fragen – Wir antworten: Problemlösung für Teilnehmerfragen
16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

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