Programm Schüttgut-Forum

Dienstag, 15. November 2016

09:30 Uhr
Registrierung und Eröffnung der Fachausstellung
10:00 Uhr
Begrüßung aller Teilnehmer der Förderprozess-Foren 2016 und Beginn der Veranstaltung
Referent: Dr. Jörg Kempf | PROCESS
10:10 Uhr
Einflüsse auf die Produktentwicklung: Schneller – besser – günstiger. Geht das wirklich? -Richtlinien, Anforderungen, „Hilfsmittel“, Schäden, Umgang mit Schäden, Verantwortlichkeiten (Betreiber & Hersteller) mehr
Richtlinien fordern immer „mehr“. Viele Entwicklungstools stehen zur Verfügung. Werden Produkte wirklich „besser“? Der Vortrag geht kritisch auf Entwicklungen der letzten Jahre ein und nennt Maßnahmen im Umgang mit Schäden.
Referent: Frank Flammer | Maschinenkanzlei

Studium des Maschinenbaus an der Technischen Universität Braunschweig
1994 - 1999: Industrietätigkeiten mit dem Schwerpunkt technischer Analysen als Projekt- und Abteilungsleiter bei internationalen Konzernen
1999 Gründung eines Sachverständigenbüros, seitdem selbständig als Consultant tätig
2002 Öffentliche Bestellung und Vereidigung zum Sachverständigen durch die IHK Hannover
2005 International zertifizierter Mediator, Academy of Experts, London
2005 Vorstand „Team Deutscher Maschinenexperten e.V.“
2005 Internationale Zertifizierung als technischer Experte, Swiss Experts Certification, Lausanne, Schweiz
2006 Berufung zum Schweizer Gerichtsexperten
2006 Aufnahme in die Schweizerische Kammer technischer und wissenschaftlicher Gerichtsexperten
2008 Aufnahme in den Sachverständigenausschuß der IHK Hannover
2010 Aufnahme in das Fachgremium „Maschinen und Bewertung“ der IHK Hannover
2012 Beratender Ingenieur der Ingenieurkammer Niedersachsen

10:40 Uhr
Aufteilung und Einführung in die 3 Foren
10:45 Uhr
Einführung und Grundlagen der Schüttguthandhabung mehr
  • Fließeigenschaften von Schüttgütern
  • Verfahrenstechnische Silogestaltung
  • Spannungen in Silos


Ein störungsfreies Lagern und Fließen von Schüttgütern ist eine wichtige Aufgabe, um eine Produktion ohne Ausfallzeiten zu erreichen und Qualitätsanforderungen einzuhalten. Grundlage hierfür ist zunächst die Kenntnis der Fließeigenschaften des Schüttgutes. Diese Fließeigenschaften lassen sich mit Schergeräten ermitteln.

Aufbauend auf den ermittelten Fließeigenschaften lassen sich dann die Komponenten der Anlage auslegen. Angefangen vom Silo, der so auszulegen ist, dass Brückenbildung vermieden wird und möglichst Fließen im gesamten Behälter erreicht wird, bis zum Austrag- und Fördergerät, das hinsichtlich Eignung und z.B. Antriebsbedarf ausgewählt werden muss.

Die auf die Silowände wirkenden Belastungen sind eine Eingangsgröße für die für den Silo zu erstellende Silostatik. Eine weitere Eingangsgröße ist auch die Betriebsweise des Silos, die (falls sie nicht entsprechend berücksichtigt wird) zu Siloschäden führen kann.

Referent: Harald Heinrici | Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH

Dipl.-Ing. Harald Heinrici: Er studierte Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Braunschweig. Nach seinem Diplomabschluss 1983 war er bei Schenck Process für die Mechanische Entwicklung im Bereich Wägen und Dosieren zuständig. Seit 2001 ist er Geschäftsführender Gesellschafter bei Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH, Wolfenbüttel, Ingenieurbüro mit Schüttgutlabor für Aufgabenstellungen aus den Bereichen Schüttgut-, Silo- und Fördertechnik. H. Heinrici ist Mitglied in Arbeitsgruppen und Normausschüssen für Schüttgut- und Fördertechnik sowie tätig in Seminaren zum Dosieren und zur Schüttguttechnik.

11:30 Uhr
Schüttgut-Fallen in der Praxis - Beispiele rund um das Lagern und Entleeren von Silos mehr
Schüttgut-Fallen: Siloschäden müssen nicht sein

  • Ursachen für Siloschäden: Fließeigenschafen, Betriebsbedingungen, Umwelteinflüsse
  • Rückwirkung der Austragtechnik auf Silolasten und Siloschäden
  • Auswirkungen von Fundamentierung und Aufstellbedingungen

Trotz verbesserter Kenntnis über Silotechnik und die Fließeigenschaften kommt es immer wieder zu Siloschäden, die entweder zu einem vollständigen Schaden oder zu kostenintensiven Sanierungsmaßnahmen führen.
Schüttguteigenschaften sind dabei eine wichtige Größe, um Lasten auf Silowände zu ermitteln. Andere Einflussgrößen sind die Betriebsbedingungen (z.B. Unterdruck, asymmetrische Fließzonen, falsches Fließprofil, Einbauten), die Austragungstechnik (Wirkungsweise, Rück-wirkung auf Fließprofil) und die Aufstellbedingungen bzw. Fundamentierung. Nur bei Kenntnis dieser Wechselwirkungen lassen sich die auftretenden Lasten auf die Silowände bestimmen und eine belastbare Silostatik aufstellen.
In diesem Vortrag werden Beispiele von Siloschäden vorgestellt und die Ursachen dafür aufgezeigt. Die Zuhörer werden damit in die Lage versetzt, entsprechende Betriebsbedingungen oder Auslegungsfehler zu vermeiden.



Siloschäden müssen nicht sein

  • Fließeigenschaften und Silolasten
  • Austragtechnik und Silolasten


Schüttguteigenschaften sind eine wichtige Größe, um Lasten auf Silowände zu ermitteln. Nur bei Kenntnis dieser Eigenschaften lassen sich die auftretenden Lasten auf die Silowände bestimmen und eine belastbare Silostatik aufstellen.

Die Gestaltung des Austraggerätes, seine Betriebsweise und nachträgliche Änderungen an der Austragtechnik können zu Rückwirkungen auf Silolasten führen. Es wird gezeigt, unter welchen Bedingungen es zu zusätzlichen Lasten kommen kann, die bei der statischen Dimensionierung berücksichtigt werden müssen.

Referent: Harald Heinrici | Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH

Dipl.-Ing. Harald Heinrici: Er studierte Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Braunschweig. Nach seinem Diplomabschluss 1983 war er bei Schenck Process für die Mechanische Entwicklung im Bereich Wägen und Dosieren zuständig. Seit 2001 ist er Geschäftsführender Gesellschafter bei Schwedes + Schulze Schüttguttechnik GmbH, Wolfenbüttel, Ingenieurbüro mit Schüttgutlabor für Aufgabenstellungen aus den Bereichen Schüttgut-, Silo- und Fördertechnik. H. Heinrici ist Mitglied in Arbeitsgruppen und Normausschüssen für Schüttgut- und Fördertechnik sowie tätig in Seminaren zum Dosieren und zur Schüttguttechnik.

Referent: Dr. Harald Wilms | Zeppelin Power Systems GmbH

für Harald Heinrici siehe zu seinem Vortrag zuvor. Hier für Harald Wilms:
1972 - 1977 Studium Maschinenbau/Verfahrenstechnik an der TU Braunschweig
1977 – 1978 Projekt-Ingenieur bei Mobay Chemicals, Pittsburgh/USA
1978 – 1984 Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Schwedes, Institut für Mechanische Verfahrenstechnik, TU Braunschweig,
1983 Promotion mit einer Arbeit über Silodrücke 1984 - 2012 verschiedene Positionen im Zeppelin-Konzern in den Bereichen Silotechnik, Fördertechnik, Anlagenbau, Technologie und Unternehmensentwicklung, insbesondere Aufbau von Auslandsunternehmen und M&A.
2012 – bis heute Zeppelin Power Systems GmbH & Co KG, Leiter Unternehmensentwicklung im Bereich für Motoren- & Energietechnik Lehrbeauftragter an der TU Braunschweig für Schüttgut-Anlagenbau

12:15 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung mit 1. Ausstellerrundgang
13:30 Uhr
Effizientes Zusammenspiel zwischen Siloaustrag und Förderung
Referent: Hans Schneider | Zeppelin
14:00 Uhr
Individuelle Produkte stellen individuelle Anforderungen an pneumatische Fördersysteme mehr
  • Partikeleigenschaften/Produkteigenschaften
  • Schonende Fördersysteme
  • Einfluss von Fördersystemen auf die Produkteigenschaften

Schüttgut- oder Partikeleigenschaften sind in den heutigen Produktionsprozessen sehr wichtige Faktoren, die zu einem guten Endprodukt beitragen. Auch der pivate Endverbraucher von Pulvern erwartet immer eine gleiche Qualität und Handhabung des Produktes. Anlagen, die Schüttgüter transprotieren, verursachen immer eine Veränderung der Schüttguteigenschaften. Aus diesen Gründen ist es wichtig, die individuellen Schüttgüter und deren Veränderung durch den Prozess zu kennen und somit das richtige Förderverfahren einsetzen zu können. Produkte können extrem schonend gefördert werden, ob dies jedoch erforderlich ist muss individuell gepfüft werden.
Referent: Christian Leist | AZO-Gruppe

2002-2006 Studium der Verfahrenstechnik Fachrichtung Apparatebau an der FH Mannheim, Diplomarbeit zum Thema Dichtstromförderung mit Sekundärlufteinspeißung
2006-2009 Ingenieur im Entwicklungslabor der Fa. AZO
2008 Weiterbildung zum Internationalen Schweißfachingenieur (IWE) an der SLV Mannheim
2009-2014 Produktmanager für Pneumatische Fördertechnick und Betreuer verschiedener Projekt-, Bachelor- und Diplomarbeiten
2015-April 2016 Geschäftsbereichsleiter AZO Produktmanagement
ab Mai 2016 Bereichsleitung Technik, CE-Verantwortlicher

14:30 Uhr
Vermeidung von typischen Fehlern bei der Installation und dem Betrieb von Vakuumförder-Anlagen mehr
  • Kurzvorstellung der Firma Volkmann GmbH in Soest
  • Einführung Vakuumförderung
  • Beachten wichtiger Schüttgutparameter für die richtige Auslegung
  • Installationsfehler: Produktaufgabe, Förderleitung, Vakuumförderer
  • Betriebs- und Einstellungsfehler
  • Besonderheiten beim Einsatz von elektromechanischen Vakuumpumpen
  • Vorteile durch zündquellenfreie, mehrstufige Strahl-Vakuumpumpen (Multijector)
Referent: Thomas Ramme | Volkmann

Dipl.-Ing. B.Eng.(Hons.) Thomas Ramme, geb. 1969, studierte von 1990 bis 1994 Maschinenbau in Soest/D und Nottingham/UK. Der Einstieg in das internationale Projekt- und Vertriebsgeschäft erfolgte anschließend durch die Tätigkeit für ein deutsches Tochterunternehmen einer englischen Produktionsgesellschaft für Hochtemperatur-Festschmierstoffe in London. Seit 1995 beschäftigte sich Herr Ramme bei der Firma VOLKMANN in Soest zunächst mit der Auslegung, Weiterentwicklung und dem Vertrieb von pneumatischen Fördersystemen mit Vakuum. Dabei geht es um den Transport von Feststoffen wie Pulvern, Flakes, Pellets und Granulaten in allen schüttgut-verarbeitenden Industrien, insbesondere im Chemie-, Pharma- und Lebensmittelbereich und Anlagenbau. Das mit der besonderen Spezialisierung auf Vakuumfördersysteme erzielte Wachstum, in Verbindung mit einer zunehmenden Internationalisierung der Projekte und Handelsbeziehungen sowie die Gründung und der Aufbau von zahlreichen Auslandsniederlassungen, führte im März 2000 zu der Position als Vertriebsleiter. Neben der Führung des Vertriebs der Firma Volkmann gehören heute das technische Marketing, Fachvorträge und Seminare, Publikationen, Schulungen von internationalen Kunden, Händlern und Tochterunternehmen zu den Tätigkeitsschwerpunkten von Herrn Ramme.

14:55 Uhr
Explosionsschutz bei der Projektierung von Gebläsen und Verdichtern mehr
  • Grundlagen ATEX-Zonen
  • Gebläse und Verdichterlösungen für ATEX-Zonen
  • Anwendungsbeispiel: Pneumatische Förderung in ATEX-Zonen

In vielen Branchen von der Chemie- bis zur Verfahrenstechnik wächst die Zahl der Anwendungen
im Bereich des Explosionsschutzes. Neben dem obersten Gebot der Sicherheit und des Verbraucherschutzes, soll durch die europäische Vereinheitlichung der Anforderungen auch ein freier Warenverkehr für explosionsgeschützte Maschinen innerhalb der EU gewährleistet werden. Zunehmend wichtiger wird eine umfassende Aufklärung durch den Hersteller schon vor der Maschinenauslegung, denn Explosionsschutz muss planmäßig herbeigeführt werden. Die ATEX-Produktrichtlinie 94/9/EG legt die Regeln für das
Inverkehrbringen von Produkten, die in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden, fest. Hauptzweck der Produktrichtlinie ist der Schutz von Personen, die in explosionsgefährdeten
Bereichen arbeiten oder die von Explosionen betroffen sein könnten. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen Produktlösungen präsentieren um ihre Anlagen sicher zu gestalten und zu betreiben. Der Fokus liegt hierbei auf den Modifikationen für Gebläse und Verdichter in den verschiedenen ATEX-Zonen.
Referent: Fabian Pasimeni | Aerzener

2002 bis 2006 - Ausbildung Werkzeugmechaniker
2007 bis 2011 - Bachelorstudium: Wirtschaftsingenieurwesen Fachr. Maschinenbau
2011 bis 2014 - Vertriebsingenieur Aerzener Maschinenfabrik
2012 bis 2015 - Berufbegleitendes Masterstudium: Wirtschaftsingenieurwesen
2014 bis heute - Produktmanager Gebläse und Drehkolbenverdichter

15:15 Uhr
Mehr Durchsatz durch DEM Simulation mehr
  • welche Möglichkeiten eine Partikelsimulation bietet
  • wann und wie sie gezielt eingesetzt wird
  • wie aus den Ergebnissen Optimierungsmassnahmen abgeleitet werden


In vielen Anwendungen der Prozessindustrie werden Schneckenförderer eingesetzt. Sie transportieren verschiedene körnige Materialien wie Kunststoffe, Getreide und Hackschnitzel von Silos in weiterführende Anlagenteile. Der Partikelstrom hängt dabei stark von der Form der Schnecke und des Trichters ab, aber auch von den Partikelformen und -größen. Ein typisches Problem in diesen Anlagen ist die Akkumulation von Material, das durch nicht-gleichförmige Strömungsmuster und hohe Kompressionsbereiche verursacht wird. Eine Lösung dieses Problems kann die  Verbesserung des Schneckenförderer-Design selbst sein. Dieser Vortrag zeigt, wie die Diskrete-Elemente-Methode (DEM) verwendet wird um den Durchsatz einer industriellen Hackschnitzel-Förderung zu verbessern. Durch den Vergleich verschiedener geometrischer Varianten des Schneckenförderer können konstruktive Maßnahmen bewertet und eine signifikante Verbesserung des Hackschnitzeldurchsatzes erreicht werden. 
Referent: Lucas Kostetzer | CADFEM

Herr Kostetzer besitzt einen Abschluss als Chemieingenieur der Universität von Santa Catarina, Brasilien und einen Master-Abschluss in Applied Computational Mechanics der Hochschulen Landshut und Ingolstadt. Seit 2009 arbeitet Herr Kostetzer im technischen Team der CADFEM GmbH mit Schwerpunkt in der numerischen Simulation in der Prozessindustrie. Seine Arbeitsgebiete sind in Beratung und Methodenentwicklung in prozessorienterten Bereichen von Simulation, wie Strömungsmechanik, granulare Materialen und die Kopplung von Multi-physikalische Phänomen.

15:35 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung mit 2. Ausstellerrundgang
16:30 Uhr
Rund ums Thema Ex-Schutz/Brandschutz/Pumpen: Exkursion Staatl. Feuerwehrschule Würzburg mit Besichtigung des "brand"neuen Übungshauses mehr
Die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg ist eine von drei Staatlichen Feuerwehrschulen in Bayern.
In jährlich rund 220 Veranstaltungen werden knapp 5000 (überwiegend ehrenamtliche) Führungs- und Einsatzkräfte der bayerischen Feuerwehren in 86 verschiedenen Lehrgangsarten ausgebildet. Mit Inbetriebnahme der neuen Übungshalle wird uns ab 2017 eine der modernsten Feuerwehrausbildungseinrichtungen zur Verfügung stehen.

Referent: Michael Bräuer | Feuerwehrschule
18:30 Uhr
Ende des ersten Veranstaltungstages
19:00 Uhr
Abendveranstaltung im Brauerei Gasthof Alter Kranen Würzburg mit Tischkicker Match

Mittwoch, 16. November 2016

09:00 Uhr
Gemeinsame Keynote: Die Möglichkeiten moderner Strömungssimulation – vom Maschinenbau über Partikelströmungen zur Biomedizin mehr
  • Das Potential heutiger Stömungssimulation im Zusammenwirken mit stochastischen Methoden zur Maschinenoptimierung
  • Der Effektive Einsatz von Metamodellen zur sicheren Vorhersage des Betriebsverhaltens ohne aufwändige Computersimulationen
  • Die Simulation der Fluid-Struktur-Interaktion mit großen Verformungen am Beispiel von biologischen Herzklappenprothesen

Die Präsentation demonstriert die heutigen Möglichkeiten der numerischen Strömungssimulation.

Integriert sind moderne stochastische Methoden, mit deren Metamodellen komplexe Zusammenhänge abgebildet werden können. Der erfolgreiche Einsatz dieser Methoden wird anhand einer Kleinwindanlage erläutert. Insbesondere gelingt es nicht nur, einen optimalen Betriebspunkt aus einem Metamodell vorherzusagen, sondern es kann auch eine komplette Kennlinie bestimmt werden.

Eine besondere Herausforderung im Bereich der Computersimulation existiert immer dann, wenn große Bewegungen der Topologie zu berücksichtigen sind. Zwei Beispiele erläutern dies: Das erste zeigt, wie mit modernen Computermethoden der Vogelflug am Beispiel einer Silbermöwe simuliert werden kann. Das zweite Beispiel besitzt einen noch höheren Komplexitätsgrad, weil zusätzlich die Interaktion von Fluid und Strukturen eine Rolle spielt. Es wird der Bewegungsablauf von künstlichen Herzklappen physiologisch korrekt mit dem Computer simuliert.

Referent: Prof. Dr. Ing. Marius Geller

Wissenschaftlicher Werdegang von Prof. Dr.-Ing. M. Geller

• 1985: Dissertation: Ruhr-Universität Bochum: „Finite-Element-Analyse von hoch belasteten Kompressorlaufrädern“
• Entwicklungsingenieur bei der Firma BBC, Schweiz.
• Leitung einer Forschungsgruppe in einem Center of Excellence bei ABB, Schweiz.
• Referent für Entwicklung von Dampfkraftwerken bei der Firma ABB, Mannheim.
• Leiter der Technik für Turbogeneratoren bei der Firma ABB, Mannheim.
• Seit 1994: Professur an der FH Dortmund, Fachgebiete: Strömungsmechanik und Strömungsmaschinen
• Seit 2000: Leitung des ministeriell anerkannten Forschungsschwerpunktes „Computersimulation im Maschinenbau“
• 2010: Offizielle Ernennung zum Mitglied der InnovationsAllianz des Landes NRW

Arbeitsschwerpunkte:
• Computerbasierte Simulation der Strömung und der Festigkeit bei Turbomaschinen
• Biomechanische Simulation im kardiovaskulären System (Biomedizin)
• Optimierung mit Hilfe von stochastischen Methoden

Leitung mehrerer Forschungsprojekte und Industriekooperationen

09:45 Uhr
Aufteilung in die 3 Foren / Resümee Tag 1
09:50 Uhr
Probleme mit der Umsetzung von Verordnungen in der betrieblichen Praxis mehr
  • Übersicht zur Novellierung der Betriebssicherheits- und Gefahrstoffverordnung
  • Technische Regeln als Konkretisierung d. Anforderungen aus Betriebssicherheits- u. Gefahrstoffverordnung
  • Praxisbericht

Mit der Novellierung der Betriebssicherheits- und der Gefahrstoffverordnung im Jahr 2015 und der sukzessiven Zusammenführung von technischen sowie berufsgenossenschaftlichen Regeln in ein umfassendes Regelwerk hinsichtlich Betriebssicherheit und Gefahrstoffe ergeben sich für Anlagenbetreiber eine Vielzahl an organisatorischen und technischen Maßnahmen im Bereich der Sicherheitstechnik. Im Beitrag werden anhand von Beispielen häufige Probleme und Fragestellungen bei der Umsetzung der Verordnungen aufgezeigt.
Referent: Alexandra Kirchner | IFF

Alexandra Kirchner studierte an der TU Clausthal Umweltschutztechnik. Seit 2003 befasst sie sich am Forschungsinstitut Futtermitteltechnik der IFF vorrangig mit der sicherheitstechnischen Bewertung von Mischfutterwerken zum Staubexplosionsschutz sowie verfahrenstechnischen Aspekten der Mischfutterherstellung. Alexandra Kirchner ist bekannt gegebene Sachverständige nach § 29a Abs. 1 BImSchG sowie Brandschutzbeauftragte (TÜV).

10:30 Uhr
Konstruktiver Ex-Schutz mit Absperrklappen mehr
Die Diskussion ist so alt wie die ATEX-Richtlinie: In welchen Fällen sind Standard-Armaturen in explosionsfähigen Atmosphären einsetzbar und wie ist die Frage nach der potentiellen Zündquelle zu beantworten? Welche Elastomere sind als Dichtungselement zulässig und wie trifft man eine gesicherte Auswahl?
Anhand einiger Beispiele werden Einsatzbedingungen aufgezeigt und mögliche Risiken angesprochen. Auch wenn die Zoneneinteilung richtig vorgenommen wurde, stellt sich die Frage, wie eine Armatur zu konfigurieren ist, um möglichst optimale Lebenszyklen unter den sowohl vom Produkt als auch vom Prozess vorgegebenen Parametern gewährleisten zu können.
Ordentliche Dokumentation ist das halbe Leben, aber welche Zertifikate werden benötigt und wie sind sie zu interpretieren?
Welche Armaturen sind für den Einsatz in der Ex-Entkopplung geeignet und welche Bauprinzipien gewährleisten Zünddurchschlagfestigkeit und verhindern den Flammdurchschlag?
Es soll hier nicht um eher theoretische gehen. Fragen, die dem Hersteller fast täglich begegnen, werden thematisch geordnet angegangen und anhand von Praxisbeispielen erläutert. Ein Thema für kostenbewusste Praktiker.

Referent: Andreas Kühn | Ebro Armaturen

Andreas Kühn, Jahrgang 1963, stammt ursprünglich aus dem Präzisions-Werkzeugmaschinenbau und hat sich hier besonders mit der Mechatromation (Verknüpfung von Mechanik, Elektronik und Automation) auseinandergesetzt. Seit 2004 beschäftigt er sich mit Armaturen und deren Integration in übergeordnete Steuer- und Regelsysteme. Schwerpunkt ist deren Einsatzbereich in der Handhabung von Schüttgütern in allen Branchen. Bei EBRO Armaturen Gebr. Bröer GmbH, Hagen, ist er für Neu- und Weiterentwicklungen genereller und kundenspezifischer Komponenten zuständig und ist als Key-Account-Manager beratend bei Anlagenbauern und –betreibern tätig.

11:00 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung mit 3. Ausstellerrundgang
11:45 Uhr
Sicherheit in der Anwendung - Explosionsschutz mit dem Starrfilterelement
Referent: Klaus Rabenstein | Herding

Herr Dipl.-Ing. Klaus Rabenstein ist bei der Herding GmbH Filtertechnik für die Sicherheit, Schulung und Dokumentation zuständig. Die Fa. Herding arbeitet im Bereich der Entstaubungstechnik als Hersteller des Herding Sinterlamellenfilters und der Herding Filteranlagen. Herr Rabenstein ist seit 1991 im Bereich der Weiterentwicklung von Lösungen für die Filtertechnik und im Bereich des Brand- und Explosionsschutzes tätig. Neben der Mitarbeit in Gremien des VDI, VDMA und des GDV's, ist er Obmann des Arbeitskreises Entstaubungstechnik im VDMA. Schulungen, Vorträge, sowie Seminare und Workshops runden seine Aufgaben ab.

12:15 Uhr
Explosionsschutz in einer Anlage für Pharmalactose mehr
  • Vergleich Starrköper Filtermedium zu flexiblem Filtermedium
  • Gasexplosionsgruppen mit abgeleiteten Schutzmaßnahmen
  • Starrkörper Filtermedium mit flammensperrender Wirkung bei Staub- und Gasexplosionen

Im Vortrag werden die Unterschiede der flexiblen Filtermedien zum Starrkörper Filtermedium, dem Herding Sinterlamellenfilter aufgezeigt. Für die Sicherheitstechnik wird dies am Beispiel der Gasexplosionsgruppen erarbeitet, die die Zündfähigkeit eines gezündeten Gas/Luft-Gemisches durch einen Spalt beschrieben. Analog zu den vorherrschenden staubexplosionsgefährdeten Bereichen im Roh- und Reingasraum mit der StaubExZoneneSperre des Starrkörpers wird die gasexplosionsfähige Atmosphäre im Reingasraum einer Filteranlage behandelt. Die flammensperrende Wirkung bei Staub- und Gas/Luft-Gemischen wird ebenfalls für die verschiedenen Filtermedien vorgestellt.
Referent: Volker Krone | IEP Hoerbiger
12:45 Uhr
Gekoppelte Modellierung von Schüttgütern mit DEM und CFD - Lösungen von komplexen Industrieproblemen
Referent: N. N.  | CD adapco
13:15 Uhr
Pause/Networking/Ausstellung
14:15 Uhr
Einstieg in die Simulation von Partikelströmungen - Praxisworkshop
Referent: Lucas Kostetzer | CADFEM

Herr Kostetzer besitzt einen Abschluss als Chemieingenieur der Universität von Santa Catarina, Brasilien und einen Master-Abschluss in Applied Computational Mechanics der Hochschulen Landshut und Ingolstadt. Seit 2009 arbeitet Herr Kostetzer im technischen Team der CADFEM GmbH mit Schwerpunkt in der numerischen Simulation in der Prozessindustrie. Seine Arbeitsgebiete sind in Beratung und Methodenentwicklung in prozessorienterten Bereichen von Simulation, wie Strömungsmechanik, granulare Materialen und die Kopplung von Multi-physikalische Phänomen.

16:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

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